Umgebung

In der limburgischen Gegend ist für Burgen des 14. – 15. Jahrhunderts die Erscheinungsform des sogenannten Donjons typisch. Auch Wohnturm oder Bergfried genannt, hatten diese Bauten aufgrund ihrer Stabilität und Höhe eine Schutzfunktion und waren häufig Element einer Burg. Sie boten den Burgherren und ihren Schutzbefohlenen Zuflucht bei Gefahr durch Unwetter oder feindliche Attacken. Im Verteidigungsfall wurden hölzerne Wehrgänge an den Außenseiten angebracht, um die Gebäude besser sichern zu können. Sollten die Donjons auch repräsentativen Ansprüchen genügen, verfügten sie häufig über eine komfortable Innenausstattung, waren beheizbar und konnten mitunter sogar mit einem Festsaal aufwarten.

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Prominente  Beispiele aus der unmittelbaren Umgebung, nur wenige Kilometer von Burg Raaf entfernt, sind Haus Raeren, Haus Brandenburg und Haus Weims. Alle drei Anwesen befinden sich in sehr gutem baulichen Zustand und sind bewohnt. Sie demonstrieren anschaulich, wie eine fachgerechte Instandhaltung und eine adäquate Modernisierung den Erhalt über Jahrhunderte sichern kann. Ein Zustand, von dem Burg Raaf in seinem Dornröschenschlaf nur träumen kann.